Mikroplastik findet sich längst nicht mehr nur in den Meeren, sondern auch in Flüssen, Seen, Niederschlägen und sogar im Trinkwasser der Alpenregion. Das Verständnis ihrer Verbreitung in der Umwelt und die Entwicklung wirksamer Maßnahmen zu ihrer Reduzierung zählen heute zu den zentralen Herausforderungen der Umweltforschung.
Um dieses Thema näher zu beleuchten, findet am 16. Oktober um 14:00 Uhr in der Kläranlage Bozen ein öffentliches Living Lab statt, das im Rahmen der EU-kofinanzierten Projekte MICRO-ALPS und EFRE1018 PlasticFree organisiert wird.
Während der etwa dreistündigen Veranstaltung haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, die Kläranlage zu besichtigen und sich über aktuelle Forschungsaktivitäten zur Verbreitung von Mikroplastik in alpinen Gewässern zu informieren. Vorgestellt werden die Arbeiten der beiden Projekte, die das Vorkommen von Mikro- und Nanoplastik in Bächen, Flüssen, Seen, Grund- und Trinkwasser untersuchen sowie die Bedeutung von Kläranlagen bei der Entfernung dieser Schadstoffe analysieren.
Anhand konkreter Beispiele aus dem Alltag und aus industriellen Produktionsprozessen wird gezeigt, wie Mikroplastik entsteht, welche Wege es in die Umwelt nimmt und welche innovativen Lösungen bereits entwickelt wurden, um seinen Eintrag zu verhindern, seine Entfernung zu verbessern und Kunststoffe im Sinne einer Kreislaufwirtschaft wiederzuverwerten.
Die Veranstaltung bietet eine interessante Gelegenheit, mehr über ein zunehmend relevantes Umweltthema zu erfahren und direkt mit Forscherinnen, Forschern und Fachleuten ins Gespräch zu kommen.
Datum: 16. Oktober 2026
Uhrzeit: 14:00 Uhr
Ort: Kläranlage Bozen
Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist jedoch erforderlich.